Ich habe einen Blick in die Zukunft erhascht. Eigentlich wollte ich nur Christian und Dwayne, die sich mit Freunden treffen wollten, eine DVD zurück bringen. Davon abgesehen, dass sich in der Atlantik-Lounge zur selben Zeit fünf verschiedene Christians der Amadea aufhielten, fand auch eine Party statt. Ohne mich. Dabei bin ich noch hier – aber die, die bleiben, haben sich schon neu orientiert. Es geht weiter. Nach uns…
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Anja Fliessbach: 30. April 2007, 19:14
Wenn man mich nach dem fragt, was für mich das Beste an Bord der Amadea ist, dann antworte ich: Neben den Balkons ist es das Essen…
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Anja Fliessbach: 29. April 2007, 15:23
Meine Erfahrungen von einem Indienbesuch vor acht Jahren waren schrecklich. Indien war das einzige Land, das ich garantiert nie wieder betreten wollte. Aber es kommt immer anders…
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Anja Fliessbach: 27. April 2007, 14:56
Diese Geschichte ist eine Geschichte, die nicht fließend erzählt werden kann, weil sie sehr zäh begann, sich stellenweise gut bewegte, dann wieder durch herein geworfene Brocken gestaut wurde und durch Widerstände hin und wieder ziemliche Stromschnellen und Strudel bildete. Das Wasser war immer recht kühl und ich war froh, wenn ich außerhalb ein paar Leute mit trockenen Handtüchern und einem warmen Tee fand…
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Anja Fliessbach: 26. April 2007, 13:49
Wenn man so wie ich ein aufmerksamer Beobachter auf einem Kreuzfahrtschiff ist, muss man sich manchmal schon das Lachen verkneifen. Besonders schwierig ist es, ernst zu bleiben, wenn man einen Gleichgesinnten gegenüber hat, dessen Blick genau verrät, wie ähnlich amüsant er diese Situation findet. Es ist schön, Rainer Wälde kennengelernt zu haben und deshalb habe ich ihn eingeladen, eine Zusammenfassung seiner Erkenntnisse auf der "Amadea" zu schreiben.
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Anja Fliessbach: 25. April 2007, 10:37
Sie kennen meine Tochter erst vom Aufnahmegespräch im November und mich als die, die ohne die blauen Plasik-Schuh-Überzieher-Tüten in ihrer sauberen Schule herumgelaufen ist. Sie haben eine schöne Schule. Eine wirklich schöne Schule. Man spürt gleich diesen besonderen Geist, der in Ihrer Schule herrscht. Noch sind meine Tochter und ich auf Weltreise, aber ab dem 1. September wird meine Tochter Schülerin bei Ihnen sein. In Ihrer schönen Schule. Wirklich schön…
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Anja Fliessbach: 24. April 2007, 23:49
"Die Stimme des Meeres ist wie ein Ruf, ein gewaltiger Schrei. Das Meer schrie und schrie. Es rief mir zu: Hast du Stroh im Kopf? Das Leben ist gewaltig. Kannst du das nicht begreifen? Gewaltig! Das hatte ich noch niemals bedacht. In meinem Kopf gab es eine Revolution. Und da habe ich beschlossen, mein Leben zu ändern. Neu anzufangen. Ändere dein Leben! Fang neu an!" So heißt es in einer meiner Lieblingspassagen in der "Legende vom Ozeanpianist". Heute folgt für euch mein persönlicher Teil 2…
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Anja Fliessbach: , 08:22
"Es war der glücklichste Moment meines Lebens. All diese Menschen voller Hoffnung. Das voneinander Abschiednehmen, die Schiffssirene und dann setzte sich diese schwimmende Welt in Bewegung. Es war wie eine Party, ein grandioses Fest. Alles für mich"…
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Anja Fliessbach: 22. April 2007, 23:00
Zum Glück habe ich mich mit dem Reiseleiter, dessen Namen ich nicht nennen soll, wieder vertragen. Ich kann es nicht aushalten, wenn zwischen mir und Menschen, die ich mag, so ein grummeliges Verhältnis herrscht. Bei den anderen, die mir nicht so nahe stehen, stört es mich nicht. Das wäre ja auch verheerend…
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Anja Fliessbach: 21. April 2007, 18:15
Erst rubbelte sie meinen Kopf, dann massierte sie mit sanften Kreisen über dem Nacken und zum Schluss bearbeitete sie die Stelle in der Mitte oberhalb der Stirn. Kaum spürbar verringerte sie den Druck, weniger, noch weniger, noch… Schwupp war ich in einer anderen Welt. Weiß war es da, ruhig und friedlich. Als sie mich weckte, blickte ich in die dunklen Augen der alten Sri Lankalesin. Diese ayurvedischen Massagen hatten es in sich…
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Anja Fliessbach: 20. April 2007, 15:19
Es ist unglaublich, wie sich Dinge mit einem gewissen Abstand relativieren. Habe ich früher keine Zeile ungelesen in die Druckerei gehen lassen, kenne ich von den aktuellen Ausgaben meiner Zeitschriften Disy nur den Plan, den ich vor meine Abreise geschrieben habe, die Titelblätter, die ich absegne und meine Editorials. Das andere habe ich in die Hände meiner Leute gelegt. Ich vertraue ihnen…
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Anja Fliessbach: 19. April 2007, 23:56
Als ich vor zwei Jahren die "MS Astor" verlassen musste, weil unsere erste Weltreise vorbei war, habe ich vorher drei Tage und hinterher drei Wochen geheult. Ich hatte befürchtet, nie wieder eine so intensive und schöne Zeit erleben zu dürfen, das Schiff nie wieder zu sehen. Doch nun habe ich einen Blick zurück geworfen. Ich war dort. Auf der Astor…
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Anja Fliessbach: 18. April 2007, 12:51
Für mich war es immer schon etwas gruselig, durch die Straße von Malakka zu fahren, die zwischen Malaysia und Sumatra verläuft. Die Wasserstraße ist berüchtigt für modernen Piraten…
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Anja Fliessbach: 17. April 2007, 21:02
Unsere Weltreise hatte ab Singapur nicht nur deshalb einen anderen Charakter, weil unsere Freunde ausgestiegen waren. Wir kamen auch in eine Gegend, die wir schon kannten und es erwarteten uns bis zu unserer Endstation in Venedig viele Landtage. Das bedeutete weniger Schiffsalltag, weniger rauschendes Meer, mehr Hafenanlagen und Ausflugsdurchsagen. Unsere nächste Station war Malaysia…
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Anja Fliessbach: 16. April 2007, 23:32
Es gibt Traditionen, die breche ich nie. Es ist schön, Gewohnheiten zu haben, die einem einen gewissen Rahmen geben. Besonders auf Reisen. So gehe ich zum Beispiel bei jedem Besuch in Singapur ins Raffles Hotel auf einen Singapur Sling. Nur nicht dieses Mal nicht…
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Anja Fliessbach: 15. April 2007, 23:04
Welch ein Frevel, auf einer Weltreise einfach ein Land auszulassen. Man ist in Vietnam und geht nicht von Bord? Unmöglich! Aber bei der Vielzahl von Eindrücken und Erlebnissen und dem Pensum an selbst auferlegter Arbeit war diese Pause eine Art "Überlebensstrategie". Außerdem war Vietnam der letzte Hafen vor Singapur, wo meine Freunde aussteigen sollten und ich hatte noch viel zu tun…
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Anja Fliessbach: 14. April 2007, 23:03
Ich liebe die Amadea und ich habe oft betont, wie gern ich die Menschen an Bord mag (auch JJ). Auch mag ich es, dass man - außer in der Kabine - nie allein ist. Das ist besser als einsam zu Hause oder gelangweilt irgendwo. Ich unterhalte mich gern, lerne gern Menschen kennen, beobachte. Aber einer meiner schönsten Ausflüge hatte ich in Taiwan zum Berg zum Ruhme Buddhas. Ganz allein…
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Anja Fliessbach: 13. April 2007, 23:39
Es sind noch 18 Tage bis unsere Weltreise zu Ende ist und auf subtile Weise kommt der Stress zurück. Es ist wie vor einer Abfahrt aus dem Hafen. Schon 45 Minuten vor der offiziellen Auslaufzeit werden die Maschinen angeworfen, um zum Start hochtourig genug zu laufen. Pseudo-Maschinisten gibt es hier genug, die sich verantwortlich zu fühlen scheinen, "unsere Maschinen anzuwerfen"…
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Anja Fliessbach: 12. April 2007, 11:49
Frauen und Seefahrt gehören eigentlich nicht zusammen, dachte ich früher. Frauen als Chefs auf See haben gleich gar keine Chance, dachte ich auch. Aber an Bord der "MS Amadea" habe ich viele tolle Frauen in "Machtpositionen" kennen lernen dürfen…
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Anja Fliessbach: 10. April 2007, 15:17
Der Streit um die wichtigste Funktion an Bord eines Schiffes ist bekannt. Der Kapitän? Klar, er ist der Chef. Der Kreuzfahrtleiter, logisch, der hat das Sagen. Der Hotelmanager, natürlich, der ist wichtig. Der Küchenchef, ja, alle brauchen etwas zu essen. Aber alle die könnten gar nichts tun, hätten sie ihn nicht - Frank Heym, den Proviantmeister.
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Anja Fliessbach: 9. April 2007, 14:11
Ha, da werden sicher einige wild spekulieren bei dieser Überschrift. Was wird sie da schreiben? Sie wird doch nicht…? Oder wird sie doch…? Eine Liebeserklärung im Internet? Eigentlich bin ich überaus sparsam mit den Worten "Ich liebe dich". Meine Tochter hört sie jeden Tag, aber sonst… Almost never. Aber…
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Anja Fliessbach: 8. April 2007, 23:33
Es ist eine jener warmen Nächte, wo die Luft so sanft ist, dass sie einen einhüllt, liebevoll tröstet und beruhigt. Heute werden die Uhren eine und eine halbe Stunde zurück gestellt, die Nacht ist also 90 Minuten länger und die Crew nutzt das für eine Crewparty. Die Passagiere sind müde von den Ausflügen und schlafen. Mir ist nicht nach feiern, auch nicht nach schlafen. Ich muss über eine Frage nachdenken, die mir heute ein "neuer" Passagier gestellt hat und dem ich morgen antworten will: "Warum machen Sie diese Weltreise?"…
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Anja Fliessbach: 7. April 2007, 23:00
"Happy Birthday to you" sangen mehr als 400 Passagiere in der Atlantik-Lounge. Graham Bonney war anlässlich das Jubiläums als Ehrengast eingeflogen wurden und heizte die Stimmung auf dem Schiff mit Oldies wie "Hey Little Lady", "Du bist viel zu schön…" und "Ich hab die ganze Nacht nur an dich gedacht" an. Das Publikum jubelte und applaudierte dem Künstler und dem Schiff zu. Glückwunsch, Amadea…
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Anja Fliessbach: 6. April 2007, 15:30
Der Fahrstuhl öffnet sich und entlässt uns in einen großen und schicken Einkaufstempel im Industrie-Design-Stil. Hier im 101 - Shoppingcenter in Taipeh haben die bekanntesten Marken und Designer der Welt ihre "almost-not-from-earth" - Shops. Trendig, stylisch, cool! Klassisch, edel, schick! Auf jeden Fall teuer…
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Anja Fliessbach: 5. April 2007, 13:23
Schon immer war ich ein Freund der Superlative und deshalb ist es selbstverständlich, dass nach der schnellsten Bahn der Welt, dem größten Bauwerk der Menschheitsgeschichte und dem größten Fischmarkt aller Länder, das höchste Gebäude unserer Erde für mich ein weiterer Höhepunkt unserer Weltreise war - das 101 in Taipeh, der Hauptstadt Taiwans…
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Anja Fliessbach: 4. April 2007, 15:04
Als Weltreisender bleibt es nicht aus, dass man manchmal etwas verwirrt "rüber kommt". An multinationalen Plätzen wie Shoppingcentern oder Cafés ist es fast schon normal, zu fragen: "In welchem Land sind wir gerade?" Schwierig wird es dann, wenn sich Länder wiederholen. Nun hatten wir schon über eine Woche zuvor Japan verlassen, waren in Korea und China unterwegs gewesen und kamen auf die Insel Okinawa - wieder Japan…
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Anja Fliessbach: 3. April 2007, 14:50
Es war ein aufregendes Kribbeln im Bauch: 380, 400 , 415 - der Wagen zitterte und schlingerte. Die Passagiere starrten gebannt auf die Geschwindigkeitsanzeige. 420 , 425, 430 - bei 431 km/h blieb die Anzeige konstant. Ein irres Gefühl, im Zug mit 431 km/h durch China zu "fliegen". Möglich macht es die Zukunft im Heute - der Transrapid in Shanghai…
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Anja Fliessbach: 2. April 2007, 09:33
Okay, es sind jetzt fünf Tage seit Singapur. Laut Prognosen der erfahrenen Crewmitglieder müsste schon seit zwei Tagen die Schiffswelt nach dem Weggang unserer Freunde so sein wie immer. Ist sie aber nicht…
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Anja Fliessbach: 1. April 2007, 23:16