WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd003652d.kas_wp_comments' doesn't exist]
SELECT MAX(comment_ID) FROM kas_wp_comments

Disy weblog » Das Treffen der Welten

Das Treffen der Welten

Wenn Frau Lohnherr auf Herrn Adelmaier trifft, sich der Chef der Sächsischen Dampfschiffahrt mit dem Kapitän der Amadea unterhält und Familie Podavka von Porsche in Dresden auf Deck 10 bei Seegang 4 in der Sonne liegt, dann komme ich leicht durcheinander…

Wenn ich auf dem Schiff bin, dann ist das Leben zu Hause weit weg. Der Alltag wirkt wie ein früheres Leben oder ein anderer Stern oder ein Film, den man mal gesehen hat und mit dem man sich so identifizierte, dass es fast war, als wäre man mittendrin. Wenn ich zu Hause bin, dann wirkt das Schiff wie ein früheres Leben oder ein anderer Stern oder ein Film… Unmöglich, dass sich beides mischt. Dachte ich zumindest. Konzentriere ich mich auf meinen Job, auf Disy, bin ich mittendrin und vergesse das Schiff. Konzentriere ich mich auf das Schiffsleben, vergesse ich alles zu Hause. Das sind nicht verschiedene Kapitel, das sind verschiedene Bücher!

Entsprechend könnt ihr euch meine Gefühlslage vorstellen. Leicht angespannt, würde ich sagen. Etwas durcheinander. Am Anfang sehr konzentriert, akkurat und innerlich verschlossen, zunehmend entspannter und offener, weicher werdend und zum Schluss wieder sehr traurig. Wenn ihr mich fragt – das Schiff hat gewonnen. Obwohl ich wirklich versucht habe, mich gegen den Zauber zu wehren und cool zu bleiben, mich auf meine Gäste zu konzentrieren und den Relaunch, hat sich das Schiff erfolgreich dazwischen geschoben. Erst mit einem Flash hier, einer Erinnerung da, einem Gespräch mit einer Person von damals dort, einem bekannten Gesicht da, einer Melodie… Der Geruch in der Havanna – Bar und die Erinnerung an lange Nächte, ein Essen mit dem Kreuzfahrtdirektor und die alte Vertrautheit, zu der damals noch mehr Leute gehört haben, die Geschichten über die Weltreise unter der Belegschaft und von der Crew den Passagieren erzählt, die sie wieder mir erzählten und ich lächelte, wie sich Geschichten so entwickeln konnten über die Zeit. Ich war dabei gewesen, ich weiß, wie es wirklich war und ich habe erfahren, was Seemannsgarn ist. Die Tatsache jedenfalls ist Fakt: Ich habe Spuren hinterlassen auf der Amadea und vergessen haben sie mich nicht.

Interessant war auch die Beobachtung, wie verschieden das Schiff auf die einzelnen Leute gewirkt hat. Wie der Spirit die meisten erreichte und wie er an anderen abprallte, die nicht bereit waren, ihn zuzulassen. Die Tatsache, dass jeder etwas anderes für sich selbst aus ein und derselben Sache heraus holt, wurde bestätigt. Die einen lagen immer nur in der Kabine und haben sich nicht an Ausflügen und Veranstaltungen beteiligt. Die anderen waren ständig mit dabei, haben die Zeit in vollen Zügen genossen, jeden Moment aufgesogen und ausgekostet und wollen unbedingt wieder kommen. Ein Paar hat die Romantik entdeckt und zweite Flitterwochen erlebt, einige Singles haben die üblichen „Traumschiff“ – Liebeleien genossen, einer war zum Schluss gut Freund mit der Belegschaft, Künstlern und Führungskräften (war nicht ich und hatte auch keinen VIP-StatusJ), ein anderer hat sich dem Studium gewidmet und die Informationen von den Landausflügen in verschiedenen Lexika nachgeschlagen und in andere Zusammenhänge gesetzt. Es war eine Kreuzfahrt und jeder meiner Gäste wird etwas anderes davon erzählen. Aber gefallen hat es allen. Da bin ich mir sicher!

Interessant zu sehen war auch, wie sich jeder Mitreisende letztlich outete. Ich kenne die Leute alle von unseren Begegnungen an Land, von Veranstaltungen, Besuchen, gemeinsamen Essen und einer intensiven Zusammenarbeit. Aber das Schiff soll ja angeblich die wahren Gesichter hervorschütteln hinter den Masken. Fast jeder meiner Gäste hat mich auf die eine oder andere Seite überrascht und ich wäre mit meinen Prognosen, was das Einfügen in die Gruppe betrifft und die verschiedenen Rollen darin, ziemlich gescheitert. Das kam doch alles anders als gedacht. Aber immer im positiven Sinn. Ich habe wieder extrem viel gelernt auf dieser Reise, aus Geschäftspartnern sind Freunde geworden, Mitarbeiter haben sich als nette Begleiter und einige als sehr fleißig erwiesen und ich habe für mich etwas sehr Wichtiges herausgefunden. Ich weiß nur noch nicht, was es ist. Es ist da etwas, was ich noch nicht greifen kann. Dieses Treffen der Welten muss sich erstmal setzen. Und dann wird mich irgendeine Erkenntnis treffen, irgendetwas ganz Großes!

PS: Es wird sicher von dieser Reise hier einen kleinen Bog im Blog geben. Also schaut mal aufmerksam rundum.

Anja Fliessbach | 23. September 2007 | 00:10

WordPress Datenbank-Fehler: [Table 'd003652d.kas_wp_comments' doesn't exist]
SELECT * FROM kas_wp_comments WHERE comment_post_ID = '187' AND comment_approved = '1' ORDER BY comment_date

12 Kommentare »

Noch keine Kommentare.

RSS-Feed für Kommentare zu diesem Beitrag. TrackBack URI

Einen Kommentar hinterlassen

Disy das regionale Frauenmagazin

  • Disy
  • Disy men
  • Disy SOLO
  • Disy Familie
  • Disy Kids
  • Disy TV
  • Disy im Radio
  • Disy Rostock
  • Weltreise-Blog
  • Alle Disy-Seiten
     
  • Partner
  • Kontakt
  • Impressum