Ein Tag in New York
DAS IST EIN BEITRAG VON NY:
Heute ist mal wieder so ein Tag.
So ein Tag wo sich das Wetter in NY nicht entscheiden kann. Gestern war auch schon so einer. Am Tag davor hatte es sich jedoch entschieden: Es regnete den ganzen Tag in Stroemen. Und am Tag DAVOR war es ebenfalls entschieden, das Wetter (wenigstens bis zum spaeten Nachmittag, an dem es schliesslich doch noch zu troepfeln anfing): Strahlender Sonnenschein! Es war fruehlingshaft warm, und die winterblassen New Yorker konnten im Central Park auf dem Great Lawn liegen. Allerdings drang die Kuehle doch noch ein bischen durch, sobald sich die stetig zunehmenden Wolken vor die Sonne schoben. Da fing ich ein bischen an zu froesteln, und wickelte meine zur Vorsicht mitgebrachte Jacke um mich!
Was wegen diesem verrueckten Wetter wirklich lustig ist, ist die New Yorker Schuh-Szene dieser Tage: Nun haben wir ja schon ausgiebig Stiefel (Gummi und andere) und Flip-Flops kennengelernt. Heute (und gestern) sind beide Schuh-Arten wieder mal in etwa gleichem Masse vertreten (verTRETEN, get it?? Haaa-ha-ha!). Aehm . . . *hestel* also, nun gibt es aber noch die leicht zu uebersehende (wenn man wie manche in einem Loch lebt) goldene Mitte, schon seit mindestens 3 Jahren in NY der Renner, und dieses Jahr mehr beliebt denn je. New York’s Antwort zum “Halbschuh”, *trommelwirbel*: Der Ballerina!
Gerne in schwarz, aber gelegentlich auch in anderen Farben sieht man uns New Yorkerinnen in diesen Dingern durch die Strassen latschen. Die liebe ich! Habe mehrere Paare davon. Heute habe ich mal wieder meine neuesten an, aber nur mit Widerwillen: Ich wollte naemlich SOOOO gerne heute zum ersten Mal mit offenen Zehen gehen (Flip-Flops, bitte aufpassen, damit nix durcheinandergebracht wird!)Da es gestern einigermassen schoen war, hatte ich mich gestern endlich zur langersehnten Pedikuere getraut!
Letztes Jahr war der Fruehling so schoen, da hatte ich um diese Zeit schon meine zweite! Die Asiatinen (sind uebrigens Koreanerinnen, aber das kann ja nicht jeder einfach so wissen) in dem Laden kennen mich, weil ich dort schon 10 Jahre lang hingehe. Die haben sich sehr gefreut, mich zu sehen. Ansonsten war der Laden ziemlich ruhig, nur 2 oder 3 Kunden ausser mir. Das Wetter ist halt noch nicht so, dass einem zwingend nach einer Pedikuere waere.
Dann habe ich von meinen Ballerinas in meine mitgebrachte Flip-Flops gewechselt (man questscht frisch bemalte Zehen naemlich nicht in geschlossene Schuhe, auch wenn sie angeblich trocken sind. Das geht NIE gut aus. Aber auch das lernt man erst mit Erfahrung.) Als ich den Laden verliess, war mir mit meinen nackten Fuessen ploetzlich doch empfindlich kuehl. Habe regelrecht gefroestelt. Vielleicht haette ich doch noch ein paar Tage warten sollen. Aber ich bin halt so UNGEDULDIG . . . . ups, falscher Film, streichen.
Also, was gibt’s sonst noch so an Schuhen in New York? Okay. Vor ca. 3 oder 4 Jahren waren diese bunten janpanischen Schlaeppchen sehr beliebt. Sie haben flache Sohlen, sind vorne aus so Plastiknetz, und wurden zu der Zeit an jeder Strassenecke auf grossen Tischen fuer 99 Cent verkauft. Es waren ganze Farbenmeere von japanischen Schlaeppchen! So was kannte ich bisher noch gar nicht! Die Haendler an ihren langen Tischen auf dem Gehsteig (die mussten den ganzen Tag in der heissen Sonne stehen, die taten mir immer so leid. In Deutschland wuerde da sicher die Gewerkschaft eintreten) standen vor ihren Bergen von farbfrohen japanischen Schlaeppchen in allen Farben des Regenbogens und in allen erdenklichen Groessen. Sah das lustig aus! Meine damalige Frau und ich haben sehr gestaunt!
Dann sind diese grottenhaesslichen Treter mal ein paar Jahre vom Strassenbild vollkommen verschwunden. Und jetzt haltet euch fest: SIE MACHEN DIESES JAHR EIN COMEBACK! Habe sie gestern abend in einem Geschaeft gesehen, wenn auch noch selten an den Fuessen der New-Yorkerinnen (an meine Fuesse wuerden die haesslichen Dinger sowieso nie herankommen).
Dann gibt es auch noch die Crocs: Ebenfalls in allen Farben des Regenbogens erhaeltlich, und das schon seit mindestens zwei Jahren. Die sieht man aber nicht allzu oft. Also, nicht falsch verstehen, man SIEHT sie - mal - aber im Grossen und Ganzen sind die New Yorkeinnen nicht so von ihnen begeistert. Nicht so wie von den Stiefeln, Flip-Flops, und BALLERINAS.
Also will ich mal zusammenfassen: Im Moment Ballerinas, Ballerinas, und nochmal Ballerinas. Ausser es regnet in Stroemen. Dann greift man zu den Gummi-Stiefeln! Und nicht den Schirm vergessen! Das ist mir naemlich mal passiert. Da wurde ich ganz nass. Und ein andermal ist er mir kaputtgegangen, weil der Wind so geblasen hat. Mit traurigem Gefuehl steckte ich ihn in den Muelleimer. Komisch, dass man das hierzulande nicht von der Haftpflichtversicherung ersetzt bekommt. Aber das ist einen eigenen Blog-Eintrag wert. . .
20. Mai 2008 23:06 Deutsche Touristen
