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Normales Chaos

Alltag hin, Alltag her – auch im täglichen Leben gibt es immer wieder Umwerfendes, Phantastisches, Dramatisches, Trauriges und Lustiges. Immer wieder gibt es Dinge, die so unglaublich, beeindruckend oder berichtenswert sind, dass sie einfach eine Plattform brauchen. Dieser Blog ist eine Sammlung von ganz alltäglichen, aber gerade deshalb so besonderen Episoden und Erlebnissen. Aufregen, freuen, schimpfen oder lachen ist erwünscht! Autorenprofil: Anja K. Fließbach


Traurig

Jegliches Herumrennen, schnelles Arbeiten, fertig werden – es ist nicht möglich, einen gewisse Traurigkeit zu kompensieren. Sie sitzt unter der Haut, ziemlich weit oben. Ein kleiner Anlass genügt und sie strahlt von der kleinen Stelle auf den ganzen Menschen aus. Sie erfüllt den Körper, sie lässt den Geist auf einer tiefen Frequenz schwingen und hüllt die Aura ein. Ein Hauch Schwermut bleibt selbst dann, wenn sie wieder verdrängt wurde. Doch diese Traurigkeit hat es in sich. Sie ist nicht zu besiegen. Eine ewig lodernde Flamme, die vom kleinsten Anlass entfacht wird. Ein Lied, ein Film, ein Foto, ein Geruch, ein Name. Wie kann diese Flamme so hartnäckig sein. Habe es versucht mit vielen Löschmitteln. Arbeit war früher immer die beste. Funktioniert nicht mehr. Zumindest nicht durchgängig. Das tägliche Leben wird zu einem Kampf. Ein Kampf ums Vergessen, ein Kampf gegen diese Traurigkeit. Wut macht sich breit. Über die Unfähigkeit in Flammenlöschdingen, über die verlorene Freude, die verlorene Leichtigkeit. Jedes kleine Glück wird sofort umlodert von diesen züngelnden Flammen der Traurigkeit. Jedes Lächeln treibt die Tränen der Trauer in die Augen. Jedes Lachen wird zum Schluchzen. Jeder Gedanke an eine freie Zukunft ohne diese Erinnerungen, ohne diese Traurigkeit wird mit einem engen Gürtel um den Körper weggequetscht. Es sind sanfte, aber schwere Qualen. Ein freies Atmen ist nicht möglich. Jeder Atemzug wird zum Seufzer, jedes freundliche Wort anderer rührt zu Tränen, führt zum Weinen. Weichei. Der Panzer wächst nicht mehr. Die Schale bleibt zerbrochen. Jedes Stückchen Rekonstruktion des alten Schutzes gegen das da draußen, gegen die Welt, gegen diese Menschen, gegen Worte und Bilder von früher, Bilder, immer diese Bilder… Jedes Stückchen Rekonstruktion des alten Schutzes schmilzt schon im Anfangsstadium weg wie Eis in der Sonne. Der Schutzpanzer wird schnell durchsichtig. Dann dünner und dann ist er weg. Keine Chance, ihn zu halten. Keine Chance, sich zu wehren gegen diese Traurigkeit, gegen diese Halteseile in der Vergangenheit. Kein Messer gefunden, sie durch zu trennen. Alle Messer in meiner Umgebung sind einfach zu weich, zu schwach, zu verrostet. Unnütz. Sinnlos. Warum versuche ich es nur immer wieder? Vielleicht sollte man sich einfach der Traurigkeit hingeben. Spielt doch keine Rolle. Wen interessiert es? Wer interessiert sich denn für etwas anderes, als für sich selbst? Fehlendes Mitleid wird durch Selbstmitleid ersetzt und fließt zusammen mit der Traurigkeit. Ergänzt sich prima. Vermehrt sich schnell. Wird mehr und mehr, tobt, brodelt, entwickelt Strudel. Starke Strudel. Strudel ins Unendliche. Strudel ins Nichts. Strudel in die Leere. Strudel in die ewige Nacht. Tiefer, schneller, alles mitreißend – alles was noch einen Hauch Leben hat, alles was noch einen Hauch Farbe hatte. Alles schwarz. Endlich. Ruhig. Aber schwarz. Tiefes Schwarz. Schwarz.

Anja Fliessbach: 28. Juni 2008, 01:32

Neuer Blickwinkel

Ehrlich gesagt, bin ich schon seit vier Wochen wieder im Lande. Aber wir mussten erstmal die aktuelle Disy abschließen und uns noch um zwei weitere Projekte kümmern. Eigentlich schreibe ich den Blog wirklich gern, aber es ist nicht so einfach wie bei einer Weltreise. Dann ist man “scheinbar” weit weg, hat das Gefühl, schreiben zu können, was man will und hat natürlich dann auch den entsprechenden Sinn dafür. Einfach ein PlaPla vom aktuellen Tagesablauf zu schreiben, ist zwar für Außenstehende sicher interessant bei solchen Jobs, Projekten und Konstellationen wie in meinen Leben. Ich selbst aber bin froh, wenn ich den Computer mal ausschalten kann und nicht an alles denken muss. Das fällt mir nämlich schwer. Mein Kopf wirbelt fast immer. Sobald mal ein Minütchen Ruhe eintritt, kommen die Ideen und ich fange an, neue Firmen, Bücher, Magazine, Veranstaltungen, Projekte zu kreieren. Das macht sich dann selbstständig und entrollt sich vor mir wie ein Teppich. ”Wenn man das so macht, dann kann man das so an die Sache anhängen, verbindet das mit dem und zum Schluss wird es für alle ein Gewinn.” Aus einer Sache ergeben sich dann gedanklich neue, die mit den ersten verbunden sind und die aktuellen Projekte mit einschließen. Dann bin ich so unruhig, dass ich am liebsten gleich die Firma gründen oder das Projekt beginnen würde, damit nicht erst ein anderer auf die Idee kommt. Ich habe einen relativ guten Blick für Marktlücken und Trends und habe mich bisher dann immer geärgert, wenn ich ein paar Monate später über die Leute gelesen habe, “die meine Ideen” dann umsetzten und damit - natürlich - erfolgreich waren. Die klauen die Ideen zwar nicht wirklich, aber sie schnappen sie aus der Luft, in der ich sie schon lange vorher erspäht hatte. Manche Entwicklungen sind so leicht voraus zu sagen. 

Manchmal ärgere ich mich, dass meine Tage schon so mit den Routinedingen ausgefüllt sind, obwohl das in meiner Position und bei dem Job noch besser ist, als bei anderen. Aber man kann doch nicht plötzlich mit ”alten” Dingen aufhören, die super laufen. Ja, einige dieser oben genannten Ideen habe ich ja doch umgesetzt. Aber weil es auch damals gute Ideen waren, laufen die natürlich dann auch einfach weiter und verselbständigen sich dann fast. Man muss einfach weiter machen, weil es dumm wäre, das nicht zu tun und kann aber die vielen anderen Dinge nicht beginnen. Man kann sich nicht klonen.  Und mal das zwei Jahre zu machen und dann das - dazu sind die Ideen zu erfolgreich und auch zu schade. Seltsam, dass dann das, was von außen gut aussieht und in Wirklichkeit ja auch erfolgreich ist, einen trotzdem manchmal nicht dauerhaft glücklich macht.

Eine kleine Lösung habe ich aber jetzt gefunden und vielleicht kommt das auch mit dem Alter. Ich gönne anderen den Erfolg und helfe ihnen dabei. Früher wollte ich oft gern die Einzige und Schnellste sein. Heute befriedigt es mich, wenn ich meine Ideen durch andere umsetzen lassen kann. Ich rede am Tag mit so vielen Menschen und lasse mir von ihren Erfahrungen und Problemchen erzählen. Viele sind Selbstständige, Firmeninhaber oder zumindest solche, die bissel was, mehr oder alles in ihrer Firma zu sagen haben. Erst höre ich nur zu und dann sprudelt es aus mir heraus. Manchmal rede ich mich dann in eine solche Euphorie, dass man richtig merkt, wie die Spannung in die Leute zurück kehrt. Wie sie sich freuen, wenn sich ein anderer mal über ihre Erfolge ehrlich mitfreut und wie dankbar sie sind, dass sich einer konstruktiv an der Lösung ihres Problems oder ihrer Schwierigkeiten beteiligt. Das ist eine ziemlich coole Sache und eigentlich habe ich das unbewusst schon lange so gemacht. Aber nun, wo ich mir der Sache bewusst bin und diese Möglichkeit ausbaue und erweitere, ist das ne tolle Sache für alle. Ich kann produktiv neue Projekte ins Leben rufen, Firmen neu aufstellen oder gar konstuieren, trage dabei kein Risiko und binde mich vorallem nicht mit viel Arbeit. Das Risiko wäre nämlich nicht das, was mich davon abhalten würde, noch eine neue kleine zu gründen und noch eine oder einen neuen Verlag oder sonst was, sondern die Zeit, der Aufwand und die Arbeit. Ich bin ein superfleißiger Mensch, aber wie schon gesagt, es würde sich ja alles übereinander lagern.

Also bin ich mal Schuster und bleibe bei meinen Leisten. Bin dabei, bestehende Dinge aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten und wieder genießen zu lernen. Dabei fällt mir immer wieder auf, wie gut ich es eigentlich habe, wie nett die Menschen um mich herum sind (die meisten) und dass die Kunst im Auswählen liegt. Nicht alles, nicht immer was Neues… 

Das alles war der Prozess, der mich seit der Reise und meinem letzten Blogbeitrag beschäftigt haben. Vielleicht hat es damit zu tun gehabt, dass es auf dem Schiff mal wieder ganz schön emotional rund ging und auch die Wellen mich diesmal tierisch genervt haben, dass ich mich zum ersten Mal gefragt habe, was ich da eigentlich mache. Und dass ich mir zum ersten Mal in manchen Situationen gewünscht hätte, wieder zu Hause in meiner Wohnung zu sein. Irre! Außgerechnet ich… Aber natürlich war die Reise trotzdem großartig. Hallo, wir sind mit dem Schiff nach New York reingefahren und haben mit der Amadea direkt an der 42th gelegen. Vom Schiff zu Fuß zum Broadway - wenn das nichts ist. Mehr dazu kommt…

Anja Fliessbach: 1. Juni 2008, 01:17

Es geht wieder los

Es geht mal wieder los. In drei Stunden starten wir mal wieder Richtung Amadea. Wir können es eben nicht lassen. Dieser Schiffsvirus… (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 30. März 2008, 05:06

Verlagsgespräch

Heute habe ich mit dem Verlag telefoniert. Die sind so verdammt ruhig da. „Ja, ja, nicht schlecht“, heißt es da und dann kommen so Nebensätze wie „Ja, die Firma soundso, die größte Buchhandelskette Österreichs, hat heute angerufen und gefragt, wann die Bücher ausgeliefert werden. Ha,ha,ha. Oder so ne Frage wie: „Würden Sie auch auf eine Lesereise durch die Schweiz gehen?“ Ha,ha,ha. Ja, es könnte sein – und das sage ich jetzt mal so – das da eventuell, vielleicht tatsächlich was in Gang kommt.

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Anja Fliessbach: 20. März 2008, 12:42

Totale kaputti

Den witzigen zweiten Teil des Messeberichtes werde ich morgen oder übermorgen schreiben. Im Moment bin ich nämlich nicht gerade leichtfüßig unterwegs. Der ganze PR-Trubel schlaucht. Die Buchproduktion und die Vorbereitung der Premiere war schon anstrengend und hatte als Höhepunkt und Ziel die Buchmesse. Anspannung  pur. Mir war nicht bewusst, dass es danach nicht erledigt ist, sondern erst los geht. Müüüde!

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Anja Fliessbach: 18. März 2008, 23:08

Wer hatte die Idee mit der Buchmesse?

Kommende Woche kommt das Buch auf den Markt. Das Buch! Endlich. ”Einmal um die Welt, bitte!” Schick, groß, bunt, mit vielen Fotos und lustigen und traurigen Texten. Aber warum hat es der Verlag nicht einfach leise auf den Markt plätschern lassen? Nein, zur Leipziger Buchmesse sollte es präsentiert werden. Warum klein, wenn es auch gewaltig geht. Die Idee war natürlich genial. Wenn ich nur nicht hätte dabei sein müssen. Nicht nur das, ich sollte gleich auf drei Veranstaltungen das Buch präsentieren, vorstellen, einen Fotovortrag zeigen und eine Lesung halten. Wo ich doch so schüchtern bin (naja…). Aber wer A sagt und ein Buch veröffentlichen will, der muss auch B sagen und sich in die Höhle der Literaturlöwen begeben.

Es war aufregend. Wirbel, Hektik, Menschenmassen…

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Anja Fliessbach: 16. März 2008, 23:47

Von Größenwahn und big things

Ich habe gerade mal das Editorial für die neue Ausgabe geschrieben und weil ich so selten Zeit finde, euch hier etwas zu bloggen, stelle ich euch exklusiv noch vor dem Erscheinen des Heftes mal das Editorial rein. 

Vor rund sechs Jahren habe ich mal eine Liste geschrieben. Die Überschrift hieß: Lebensträume. Meine Tochter war damals gerade ein Jahr alt und mein Leben, nun, nennen wir es mal: in einer gewissen Startposition.

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Anja Fliessbach: 15. März 2008, 19:08

Warum?

Warum das Schiff weg ist? Naja. Das Schiff hat einen Fahrplan und der Kapitän achtet stets auf Pünktlichkeit.

Warum ich noch hier bin? Naja. Ich lebe hier, meine Familie ist hier und ich arbeite hier.

Und es gibt viel Arbeit. Viel, viel tolle Arbeit. Neue Projekte und Ideen - ein Riesenberg voll einfach zu realisierende Ideen mit programmiertem Erfolg. Wer sagt da was von langweilig? Das ist nicht langweilig. Naja, zumindest am Anfang.  Okay, aber ein bißchen besser als langweilig. Okay, dann ist es eben eine Beschäftigung. Aber beschäftigen könnte ich mich mit den Dingen in den nächsten Jahren Tag und Nacht, dann denke ich nicht an das Schiff und vorallem nicht an die Leute, die gar nicht wissen, dass ich an sie denke.

So wirr wie das hier klingt ging es in den letzten Wochen in meinem Kopf zu. Vorallem nachts sind die Gedanken gekreiselt, die Entscheidungen routiert und die Wünsche haben sich gegenseitig ausgeschlossen. Das ist so schwierig. Man will viele Dinge, kann diese Dinge auch tun - aber ein Wunsch torpediert den anderen. Ähnlich wie mit den Werten. Will man Freiheit, ist die Sicherheit schwierig. Will man Flexibilität, ist die Stabilität ein Problem. Ist man für andere da, bleibt man manchmal selbst auf der Strecke. Familie und Karriere machbar, aber stets von schlechtem Gewissen in beiden Feldern begleitet.

Warum sind wir nicht auf dem Schiff? Tausend Gründe! Aber es ist kein einziger dabei, der wirklich zählt!

Anja Fliessbach: 14. Januar 2008, 23:52

Bin noch da

Bin noch da. Schiff ist weg.

Mehr braucht man dazu wohl nicht zu schreiben!

Anja Fliessbach: 11. Januar 2008, 01:18

Keiner will mehr arbeiten

Was mich wirklich nervt ist, dass kaum einer sich mehr um normale Dinge kümmert in der Weihnachtszeit und seine Aufgaben erledigt. Alle wollen zusätzlich frei oder nehmen sich das einfach, zur Not macht´s ne Bronchitis oder ein kleines Schnüpfchen. Warum kann nicht einfach normal und konzentriert weiter gearbeitet werden bis der Urlaub beginnt. (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 20. Dezember 2007, 04:47

Spiel für die Menschen an Land

„Spiel für die Menschen an Land, nimm dir eine nette Frau, habe Kinder und all die Dinge, die nicht gewaltig sind, aber der Mühe wert.“ Das war der Rat, den der Freund dem Ozeanpianisten in der gleichnamigen Novelle gegeben hat. Das ist der Rat, den mir die wenigen Menschen geben, mit denen ich über meine Zerissenheit spreche (nur statt Frau Mann, versteht sich). Schiff oder nicht Schiff, das ist hier die Frage. Mal bin ich bei 90 Prozent „Nein“, dann wieder bei 30 Prozent „Ja“. Es sind kleine Episoden und Momente in meinem momentanen Alltag, die mich jedes Mal in eine andere Richtung schieben. Mir ist schon ganz schwindelig vom vielen Hin und Her. Auf dem Schiff war es „Hoch und runter“, hier geht es „hin und her“. So ist zumindest immer Bewegung drin. Ich will gar nicht wissen, was passieren würde, wenn ich mit voller Energie mal geradeaus laufen würden.

Novecento konnte es nicht. Er ließ sich lieber freiwillig mit seinem Schiff in die Luft sprengen, als dass er sich an Land begeben hätte. Ich kann es schon, schließlich bin ich schon sechs Monate wieder hier und wollte es auch bleiben. Fleißig habe ich mein Laufrad angeschoben, um mit Speed meine Runden zu drehen – volle Beschäftigung. Aber je näher der Termin der Weltreise rückte, desto mehr rückte mein Herz wieder Richtung Schiff. Je kälter die Temperaturen wurden, je dunkler es morgens und je ungemütlicher es abends wurde, desto drüber wurde unser Mut. Ich kenne nämlich noch eine, der es ähnlich geht: Anke. Meine liebe Artdirektorin ist die einzige, die ein paar Wochen mit war auf dem Schiff. Zweimal schon. Sie sagt zur neuen Weltreisechance: „Rational – no go. Emotional – nichts wie los!“

Ich habe beim Veranstalter mal leise angefragt, ob noch Plätze frei wären auf dem Schiff. Keine Ahnung, ob ich auf die Möglichkeit hoffte oder es mir davor bangte. Wäre nichts mehr frei gewesen, hätte ich meine Gewissheit gehabt, es wenigstens versucht gehabt zu haben. Aber Fakt ist: Zwar ist der erste Abschnitt über Weihnachten ausgebucht, aber ab dem 8. Januar könnten wir mit. Fakt ist auch: Louisa würde in der Schule nichts verpassen. Sie lernen gerade Zahlen schreiben, was Lieschen als Rechenfan enttäuscht hat und langweilt. In den höheren Klassenstufen wird es dann schon anders aussehen. Ich müsste zwar einen Antrag bei bestimmten Behörden stellen und es könnte immer noch sein, dass er abgelehnt würde, aber warum sollten sie. Es gäbe einen neuen Blog, ein neues Buch, neue Magazinserien, viel Arbeit, aber es gäbe auch Zeit für mein Kind und mich. Es gäbe Meer, Sonne und viel Luft zum Atmen. Frische Luft. Viel frische Luft.

Und was gibt es hier? Ähm einen An&Verkaufstand auf dem Weihnachtsmarkt morgen in Louisas Schule. Das wollte ich doch schon immer mal machen…

Anja Fliessbach: 12. Dezember 2007, 00:57

So nah dran

Es sind schwere Tage. Eigentlich sind es schon schwere Wochen. So nah dran bin ich. So nah dran an – der nächsten Weltreise. So nah dran an – gigantischen Projekten in Dresden für das nächste Jahr. So nah dran, endlich die Reise abzusagen. So nah dran, die Flüge zu buchen. So nah dran… (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 4. Dezember 2007, 02:36

Schon wieder Redaktionsschluss

Irgendwie ist bei uns immer Redaktionsschluss. Besonders fällt es mir auf, wenn ich die Einladung von Freunden wieder mit der Begründung ablehnen muss „..gleich Andruck.“ Oder wenn ich die Augenringe bei den Terminen entschuldige mit „..wer schläft schon die letzten Nächte vorm Redaktionsschluss?“ (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 3. Dezember 2007, 01:46

Warum ich so selten schreibe

Weil das verdammt schwer ist. Nicht das Schreiben an sich, das geht mir leicht von der Hand. Aber was kann ich hier auf den Seiten schon veröffentlichen, das nicht in irgendeiner Weise für Unmut sorgt. Schließlich bin ich die Chefin von det Janzen und so fällt es mir viel schwerer als auf dem Schiff, eine leichte Sprache zu finden. Schließlich lesen hier auch viele Kunden, Mitarbeiter, Geschäftpartner und sicher auch die lieben Mitbewerber mit. (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 14. Oktober 2007, 01:46

Neue Werte

Reichtum, Ruhm und Ehre – ich gebe zu, dass ich das vor einigen Jahren als erstrebenswerte Ziele ansah, wenn ich sie nicht sogar als Werte definierte. Nun, das Leben lehrt einen nicht nur einige Dinge, es belehrt einen auch zuweilen. (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 3. Oktober 2007, 17:46

Das Treffen der Welten

Wenn Frau Lohnherr auf Herrn Adelmaier trifft, sich der Chef der Sächsischen Dampfschiffahrt mit dem Kapitän der Amadea unterhält und Familie Podavka von Porsche in Dresden auf Deck 10 bei Seegang 4 in der Sonne liegt, dann komme ich leicht durcheinander… (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 23. September 2007, 00:10

Ihr werdet es nicht glauben

Ratet mal, wo ich morgen um diese Zeit sein werde? Eins, zwei, drei - Abrakadabra. Genau da. Ehrlich… (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 11. September 2007, 23:01

Der Relaunch

Im Prinzip weiß ich inzwischen, was mich an dem Schiff am meisten gefesselt hat. Es waren die gegensätzlichen Extreme. Ich habe es im Weltreiseblog oft mit dem Auf und Ab der Wellen verglichen. Es gab nichts dazwischen, keine Mitte. Entweder oben oder unten, hop oder top. Die Erlebnisse auf den Weltreisen haben die Definition von Extremen in meinem Leben sehr ausgeweitet und so könnte es sein, dass sich im Augenblick eine Überreizung nach ganz oben oder unten einschleicht. In meinem Fall heißt „ganz oben“ Stress in höchster Frequenz… (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 7. September 2007, 00:44

Liebe Andrea

… heute ist der letzte Tag, an dem Louisa zu Ihnen in den Kindergarten geht. Es ist der Tag, mich bei Ihnen herzlich zu bedanken für Ihre Mühe, Kraft und Zuneigung, die Sie meiner Tochter entgegen gebracht und aufgewendet haben. (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 31. August 2007, 01:02

Das Haus am See

Ich bin abgetaucht. Louisa ist mit ihrer Oma bei meiner Oma und ich bin eine Woche allein zu Hause. Eigenartig. Diese Ruhe, diese plötzliche Stille. Nun ist es wirklich, als wäre die Zeit angehalten worden…

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Anja Fliessbach: 4. August 2007, 00:13

Ein Coach

Ein Coach also, ich habe einen Coach. Okay, er ist noch nicht wirklich einer, aber auf dem Weg (siehe letzter Eintrag). Ich als Versuchsobjekt? Na, viel kann bei mir nicht schief gehen. Das Kind ist schon in den Brunnen gefallen oder wie heißt das…”

 

Zuerst sollte ich ihm beschreiben, warum ich meiner Meinung nach einen Coach brauche. Was sollte ich sagen? (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 29. Juli 2007, 11:47

Warten ist verlorene Zeit

Was mich wirklich nervt, sind Kompromisse allerorten. Hier ein Zugeständnis an die Umstände, dort ein Entgegenkommen, wo man eigentlich nicht hinwollte und zum Schluss ist man scheinbar zufrieden. Allerdings liegt die Betonung auf „schein…“ und „zufrieden“. Ist zufrieden glücklich…

Gestern war ich endlich in Louisas neuer Schule und habe die endgültigen Formalitäten geklärt. Es war der letzte Schultag und die letzte Möglichkeit. Ich habe es so lange aufgeschoben, weil ich auf etwas gewartet habe. (weiterlesen …)

Anja Fliessbach: 21. Juli 2007, 23:41

Der Mann, der angeschossen wurde

Soll ich euch sagen, wie es mit meiner Courage aussieht? Gaaanz schlecht. Am Wochenende habe ich mich mit einem Freund in der „Villa Marie“ getroffen, ein Restaurant an der Elbe. Ich hatte ihn lange nicht gesehen und er erzählte mir von seinen Plänen. Teil davon ist ein Mann, der gerade ziemliche Probleme hatte. Ob ich bei ihrem Projekt mitmachen wolle, fragte mein Freund und schwupps, saß ich mittendrin…

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Anja Fliessbach: 19. Juli 2007, 09:08

Loslassen

Geht nicht! Das mit dem Schließen der Türen schaffe ich nicht. Kontakte glatt abbrechen? Entscheidungen treffen und die Alternativen für immer vergessen? Verantwortung abgeben und blind vertrauen? Ins Wochenende starten und die Geschäfte in der Redaktion lassen? Eine Weltreise beenden und nicht ein bisschen nachtrauern? Ich weiß man sollte loslassen, aber ich kann das nicht …

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Anja Fliessbach: 16. Juli 2007, 00:47

Ein neues Leben

Ein neuer Blog ist wie ein neues Leben. Wäre doch eine schöne Sache. Dort schreibt man einen letzten Beitrag, hier einen ersten. Dort ein letztes Wort, hier einen Einstieg. Selten hat man einen Grund, etwas so konkret abzuschließen und bewusst neu zu starten. Meistens verwischen die Übergänge und das macht es nicht einfacher…

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Anja Fliessbach: 14. Juli 2007, 02:39

Willkommen

Hallo Ihr Lieben,

schön, dass Ihr “mit rüber” gekommen seid. Nun können wir hier Kontakt halten. Wir sind noch dabei, das Layout etwas übersichtlicher zu gestalten und dann melde ich mich wieder. Gebt uns noch bis zum Ende der Woche Zeit. Außerdem schreibe ich noch bei Brigitte.de und den Blog dort will ich erst beenden. Schließlich ist die Weltreise vorbei und bis zur nächsten pausiere ich bei Brigitte. Aber hier, Ihr Lieben, geht es weiter. Im normalen Leben…

Anja Fliessbach: 6. Juni 2007, 22:08