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Vernetzung macht das Autofahren noch sicherer

Die Technologie als hilfreicher Partner für den Mensch hinter dem Steuer 

„In gut 90 Prozent der Verkehrsunfälle spielt menschliches Fehlverhalten eine Rolle.“ Das sagt Matthias Wissmann, Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA). Die Unterstützung des Fahrers durch Assistenzsysteme würde sich daher zukünftig immer weiter verbessern. Die Technologie könnte dem Menschen unter die Arme greifen, beispielsweise durch vernetztes oder automatisiertes Fahren. „Die deutsche Automobilindustrie wird das automatisierte Fahren schrittweise einführen“, so Wissmann. Disy sagt Ihnen, wie das funktionieren soll. 

 

 

„Bereits jetzt gibt es viele Assistenzfunktionen, die das Tempo oder den Abstand zum vorausfahrenden Fahrzeug einhalten. Sie helfen dem Fahrer auch bei Notbremsungen oder beim Rangieren in Parklücken. Über das teil- und hochautomatisierte, wird es bis hin zum vollautomatisierten Fahren gehen.“ Dies könne schon in wenigen Jahren durch Entwicklungen in der Sensorik, Aktuatorik oder Informationsverarbeitung der Fall sein. Zunächst liege der Fokus auf Autobahnfahrten, Stau- oder Parksituationen, aber auch im Stadt- oder Überlandverkehr seien rasante Entwicklungen zu erwarten, stellt Wissmann in Aussicht. „Das automatisierte Fahren wird einen bedeutenden Beitrag zur Verkehrssicherheit und zur Effizienz im Straßenverkehr leisten. Nicht nur der Zugewinn an Sicherheit, auch die Reduzierung von Staus spielt hierbei für die Bevölkerung eine wichtige Rolle.“ Demnach zeige eine vom VDA in Auftrag gegebene Studie vom August 2015 (1028 Teilnehmer zwischen 16 und 64 Jahre), dass 37 Prozent der Befragten die Vorteile des automatisierten Fahrens vor allem bei mehr Sicherheit und weniger Unfällen sowie weniger Staus und einem besseren Verkehrsfluss sehen. Der Weg zur Vollautomatisierung sei jedoch nicht nur ein technologischer, sondern bedürfe ebenfalls der Anpassung und Harmonisierung rechtlicher Rahmenbedingungen, so der VDA-Präsident weiter. „Das vernetzte Auto wird ein integraler Bestandteil einer multimodalen Verkehrslösung sein. Innovative Apps und Dienste werden neue Nutzungskonzepte  für die Zeit im Lebensraum Automobil ermöglichen, diese abwechslungsreicher gestalten und das Autofahren einfacher, sicherer und effizienter machen.“ Prof. Rupert Stadler, Vorstandsvorsitzender der Audi AG, sieht an „seinen“ Autos ebenfalls, wie viel Digitaltechnik heute bereits in einem Fahrzeug stecken kann. Und er weiß auch, dass die Entwicklungen nicht stoppen werden; der Kunde warte geradezu auf Neuerungen. „Ohne Car-IT gäbe es keine Innovation beim Licht, beim Antrieb, bei den Assistenzsystemen – eigentlich kaum mehr an einer Stelle im Auto. Unsere Kunden erwarten nicht mehr nur reine Hardware, sondern neue Dienstleistungen und leistungsstarke Car-IT an Bord“, so Stadler. Der Bundesminister für Wirtschaft und Energie, Sigmar Gabriel, weiß um die Wichtigkeit der Entwicklungen im Bereich Car-IT, auch aus industriepolitischer Sicht. „Das Fahren automatisierter und vernetzter Autos wird uns das Leben erleichtern. Dem Automobilland Deutschland eröffnet es beachtliche Wachstumspotentiale. Der internationale Wettbewerb wird immer schärfer. Deshalb kommt diesem Markt eine Schlüsselrolle zu. Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gewerkschaften müssen an einem Strang ziehen, damit die Potentiale genutzt werden.“ Gemeinsames Ziel müsse es sein, Deutschland zum Leitmarkt und vor allem zum Leitanbieter der neuen Technologien zu machen. „Die Industriepolitik muss deutlich artikulieren, was jetzt aktiv anzugehen ist, damit Deutschland seine Systemführerschaft im Automobilbau behält und ausbaut. Dies betrifft vielfältige Fragen von der Forschungspolitik über die Datensicherheit und den Datenschutz bis hin zur Akzeptanz der neuen Techniken im Straßenverkehr“, spricht Gabriel ein klares Wort. 

 

Die nächste IAA Die 67. IAA PKW findet vom 14. bis 24. September 2017 in der Messe in Frankfurt/Main statt.