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Prickelnde Perlen vom Semperoper Ballett macht Lust auf mehr!

Die besten und berührendsten Ausschnitte aus den Choreografien des Semperoper Ballett kamen in einer festlichen Ballettgala jetzt auf die Bühne des Hauses. Die Zuschauer in der ausverkauften Oper genossen die Gala aus den eindrucksvollsten Pas de deux und Ensemblestücken. Ob ganz klassisch von George Balanchine („Diamanten“, „Coppélia“) oder Marius Petipa (von Aaron Watkin „entstaubt“) oder modern von Davis Dawson, William Forsythe und Stijn Celis - für jeden war etwas dabei. Besonders habe ich mich über das Wiedersehen mit „Romeo & Julia“ gefreut sowie über den atemberaubenden „Stuhltanz“ der Montagues und Capulets aus dem gleichnamigen Werk. Auch Forsythes Werke waren mitreißend („Herman Schmerman“) und Dawson schuf mit seinem „Opus.11“ ein Stück, was Lust auf mehr macht. Irgendwann allerdings war die Begeisterungsfähigkeit des Publikums sichtlich ausgereizt, was jedoch keinesfalls an den beeindruckenden Leistungen der Tänzerinnen und Tänzer lag, vielmehr an dem Zuviel an hochkarätigen Stücken. Eine kleine Straffung hätte dem Abend sicher gut getan. Weniger ist eben manchmal mehr. Trotzdem: Spitzenleistungen, Anmut und Eleganz hoch zehn und ein erschöpftes, aber glückliches Publikum.
Fazit: Eine überbordende Gala, die Lust auf mehr Ballett in der aktuellen Spielzeit macht.